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24.07.2018 Personalmagazin

Drei Fragen an Karin Schambach zum Thema „Team Recruiting“

Gleich ein ganzes Team zu rekrutieren, bedeutet in den meisten Fällen, dieses von einem Wettbewerber abzuwerben. Karin Schambach erläutert, worauf es ankommt.

1. Wann braucht man ein ganzes Team?
Letztlich ist es eine Zeitfrage, weshalb sich ein Unternehmen für eine Teamlösung entscheidet. Wenn es beispielsweise darum geht, einen neuen Geschäftszweig aufzubauen, ist das Recruiting eines Teams eine sehr schnelle Lösung. Auch wenn das Unternehmen ein Team verloren hat, weil es sich zum Beispiel in die Selbstständigkeit verabschiedet hat oder von einem Wettbewerber abgeworben wurde, entsteht eine große Lücke.

2. Wie oft erhalten Sie eine solche Anfrage?
Ungefähr zweimal im Jahr. Aktuell suchen wir ein Team im Bereich Beratung. Gelegentlich kommt es auch zu einer Anfrage, wenn ein Unternehmen eine Standortverlagerung plant. Dann muss das Unternehmen davon ausgehen, dass es einen großen Teil seiner Ressourcen verliert. Aber das Recruiting von Teams ist nicht unser Tagesgeschäft – das muss ich ganz klar sagen.

3. Wie schwierig ist es, das Vorhaben vor dem
noch aktuellen Arbeitgeber geheim zu halten?
Es ist sehr schwierig, die nötige Sensibilität für Diskretion zu einem Zeitpunkt zu wecken, zu dem der Wechsel noch nicht konkret ist. Das gelingt nur, wenn die Personalberater von Beginn an sehr klar mit der Führungskraft sprechen und diese für die Geheimhaltung sensibilisieren. Danach gilt es, Mitarbeiter für Mitarbeiter persönlich einzubinden. Die Personalberater müssen zudem genau abwägen, wen sie ansprechen.

Dr. Karin Schambach ist Gründerin und Geschäftsführerin der Personalberatung Indigo Headhunters und seit 2000 im Executive Search tätig.

Der Beitrag erschien im Personalmagazin, Ausgabe 08/2018

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